Wie alles anfing

Es begann beim SSC Tübingen so, wie es schon oft vor hundert Jahren bei vielen Vereinen begonnen hat. Eine Gruppe die Spaß daran gefunden hat, in einer Gemeinschaft Sport zu treiben. Die sich regelmäßig treffen und sich organisieren.

Gründung des SSC Tübingen im April 1988. Der Verein wurde von ca. 20 jungen Erwachsenen aus der Tübinger Nordstadt (Wanne, WHO, und deren Freunde), im Alter zwischen 18 - 25 Jahren, gegründet. Vor allem ging die Initiative von Manuel Rongen, Jürgen Lange und Rainer Schelling aus. Manuel Rongen wurde zum 1. Vorsitzende, Jürgen Lange zu seinm Stellvertreter und Rainer Schelling zum Kassierer gewählt.

Zur gleichen Zeit wurde die Fußballabteilung gegründet. Seit der Saison 1988/89 nimmt die 1. Mannschaft am Spielbetrieb teil. Zu Beginn fand das Training auf dem öffentlichen Rasenplatz hinter dem Freibad statt. Da zu Beginn keine Trainingsmöglichkeiten auf dem Holderfeld von der Stadt zur Verfügung gestellt wurden. Die Spiele konnten von Beginn an auf dem Holderfeld ausgetragen werden.

Ab Herbst 1988 konnte auch das Training auf dem Holderfeld stattfinden. In der ersten Saison allerdings nur montags. Für die 2. Saison konnte bessere Trainingsbedingen mit dem Schul & Sportamt ausgehandelt werden.

Als Sponsor unterstützte die Bäckerei Gauker, Jörg und Martin Gauker, Tübingen-Wanne den SSC. Vor allem in den Anfangsjahren war das für den Verein sehr wichtig. Bis zum heutigen Tag ist die Bäckerei Gauker ein wichtiger Sponsor des Vereins.

Im Herbst 1989 trat Manuel Rongen von seinem Amt als 1. Vorsitzender zurück, da er zum Studieren nach Freiburg musste. Zum neuen Vorsitzender wurde Michael Gorny gewählt. Er begleitet das Amt über 10 Jahre bis ins Frühjahr 2000. Zu seinem Nachfolger wurde Reiner Schelling gewählt, der das Amt bis Frühjahr 2006 bekleidete. Seitdem ist Manuel Rongen wieder 1. Vorsitzender des Vereins.

Der SSC bemühte sich 1989 um den Ausbau der Umkleide Holderfeld, da zur der Zeit noch keine Duschen vorhanden waren. Mit Erfolg - die Stadt genehmigte den Umbau und installierte drei eigentlich als Garagen gebaute Bauteile zu zwei winzigen Umkleideräumen, einer Toilette und einer Dusche für 4 Personen (das war richtig lustig nach den Spielen, wenn ca. 30 Leute gleichzeitig duschen wollten - besonders im Winter).

Da die Sportanlage Holderfeld nur temporär vom SSC angemietet werden kann, konnten keine Sportgeräte, Fußbälle, usw. dort gelagert werden. Der SSC kaufte sich daraufhin 1990 auf eigene Rechnung einen Überseecontainer am Bremerhafen, lies ihn nach Tübingen transportieren, stellte einen Bauantrag, der mit Auflagen genehmigt wurde, lackierte den Container neu (grün - wie gefordert) und stellte den Container an den genehmigten Ort.

Seit diesem Zeitpunkt bastelte der Vorstand an dem Projekt Vereinsheim.
Als sich 1990 die politische Lage in der DDR änderte, reiste der SSC zum SV Traktor Berßel (Sachsen-Anhalt) und spielte dort ein Pfingstturnier. Insgesamt war der SSC zwischen 1990 und 2000 vier Mal dort und zweimal konnten wir das Team aus Berßel in Tübingen begrüßen.
Eine andere Mannschaft mit der man freundschaftliche Kontakte pflegte war der TSV Breckenheim (Wiesbaden). Bei denen man im Winter an Hallenturnieren teilnahm, gemeinschaftliche Skifreizeiten organisierte und einmal konnte die Mannschaft beim Tagblattturnier teilnehmen.

1995 meldet die Abteilungsleitung die 2. Mannschaft zum Spielbetrieb an, nachdem in den früheren Jahren bereits eine Reservemannschaft aktiv war, aber die Regelung mit den Reserveteams abgeschafft wurde.

Ab Anfang der Neunziger Jahre bemühte sich der SSC um Sanierung des Sportplatzes auf dem Holderfeld. Alleine, aber auch in Zusammenarbeit mit den anderen ansässigen Vereinen wurden Anträge für die Sanierung der Sportanlage gestellt. Jahre zuvor scheiterte der Antrag noch knapp im Gemeinderat. Aber 1997 war es dann so weit, der Aschenplatz wurde zu einem Kunstrasen umgebaut. Dieser neue Kunstrasen ermöglichte den Beginn der Jugendarbeit. Zuvor wäre dies wegen zu hoher Verletzungsgefahr nicht zu verantworten gewesen.

Dank des großen Einsatzes von Dirk Kolbe, Reiner Pikal und des Vorstandes wurde die Jugendabteilung gegründet. Im Mai 1998 startete die Jugendabteilung mit einem Jugendtag auf dem Holderfeld. Die Resonanz war groß, über 80 Kinder und Jugendliche zeigten Interesse am Fußballsport beim SSC. Nach Durchsicht der Anmeldungen konnte die Jugendabteilungsleitung die Mannschaften von der F-Jugend bis zur D-Jugend zum Spielbetrieb anmelden. Ein Jahr später kam die C-Jugend. Seit der Saison 2000/2001 spielt die B-Jugend. Eine A-Jugend folgte Im Jahr darauf. Voraussetzung war, dass Trainingzeiten von der Stadt genehmigt wurden. Im Jahr 2009 hat der SSC über 250 Kinder und Jugendliche, die in 14 gemeldeten Jugendmannschaften kicken. Es gibt zwei Mädchenmannschaften und - einmalig im Kreis - eine integrative SPortgruppe für behinderte und nichtbehinderte Kinder, die ohne Wettkampfdruck nur Spaß mit dem Fußball haben wollen.

Das Projekt Sportheimbau ist in der Zeit nie eingeschlafen. Insgesamt wurde seit 1991 drei verschiedene Bauanträge gestellt. Mit Hilfe und Zuschüssen der Stadt und des WLSB (Württembergischer Landessportbund) konnte dann ein schönes zweistöckiges Sportheim errichtet werden. Die feierliche Eröffnung fand dann in Anwesenheit der Tübinger Oberbürgermeisterin im Mai 2006 statt.

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Pressebericht vom 07.12.07 zur Gründung des SSC-Tübingen